Was Sie dabei selbst übernehmen, was ein Makler wirklich abnimmt und an welchen Stellen der Privatverkauf teuer wird.
Ohne Empfehlung in eigener Sache.
Ein Haus privat zu verkaufen heißt nicht, ein Inserat aufzugeben und zu warten. Es heißt, elf Aufgaben zu übernehmen, die sonst jemand anderes erledigt: den Preis finden, die Unterlagen beschaffen, Fotos machen, ein Exposé schreiben, inserieren, auf Anfragen antworten, Besichtigungen führen, verhandeln, die Bonität prüfen, den Notartermin vorbereiten und am Ende übergeben.
Das meiste davon ist machbar. Zwei Punkte sind es nicht ohne Weiteres: der richtige Preis und die Prüfung, ob der Käufer wirklich zahlen kann. An diesen beiden Stellen verlieren private Verkäufer regelmäßig mehr Geld, als die halbe Courtage ausmacht.
Dazu kommt die Zeit. Rechnen Sie mit mehreren Monaten und mit Besichtigungen, bei denen ein Teil der Leute nur schauen will, wie andere wohnen.
Zu hoch angesetzt bedeutet monatelang keine Anfragen und danach eine sichtbare Preisgeschichte im Portal. Zu niedrig angesetzt merkt man daran, dass der erste Interessent sofort zusagt.
Eine mündliche Zusage der Hausbank ist nichts wert. Verlangen Sie eine schriftliche Finanzierungsbestätigung, bevor Sie einen Notartermin machen.
Der Gewährleistungsausschluss im Vertrag hilft nicht, wenn Sie einen Schaden kannten und nicht genannt haben. Schreiben Sie bekannte Mängel in den Vertrag, das schützt Sie.
Er ist Pflicht und muss spätestens bei der Besichtigung vorliegen. Wer ihn erst danach besorgt, riskiert ein Bußgeld und verliert zwei Wochen.
Sie lassen Unbekannte in Ihre Wohnräume. Machen Sie Termine nie allein, notieren Sie Namen und Telefonnummer und räumen Sie Wertsachen weg.
Der Notar beurkundet, er berät Sie aber nicht einseitig. Lesen Sie den Entwurf in Ruhe und fragen Sie bei jedem Satz nach, den Sie nicht verstehen.
Ich bin David Otto und kaufe für 4Wände Projekt persönlich an. Ich komme selbst vorbei, sehe mir Ihre Immobilie an und sage Ihnen danach eine Zahl, die ich auch begründen kann. Wenn ein Makler für Sie der bessere Weg ist, sage ich Ihnen das ebenso offen.
4Wände Projekt GmbH, Amtsgericht Stuttgart, HRB 798795. Im Handelsregister öffentlich einsehbar, mit Sitz in Stuttgart.
Der Kaufvertrag wird notariell beurkundet, wie bei jedem Immobilienverkauf. Der Notar ist zur Neutralität verpflichtet und sichert Sie ab, nicht uns.
Wir geben ein Angebot erst ab, wenn unsere Finanzierung gesichert ist. Deshalb platzt bei uns kein Verkauf kurz vor dem Notartermin.
David Otto wohnt selbst hier und kauft nur in der Region. Kein bundesweiter Ankaufsdienst, keine Hotline, kein wechselnder Ansprechpartner.
Wir kaufen selbst und leiten nichts weiter. Ihre Anfrage geht nicht an Makler, an Portale oder an andere Ankäufer, die sich dann bei Ihnen melden.






Blümchenfliesen, Elektrik von 1960, ein Nachlass voller Kartons.
Genau das kaufen wir, ohne mit der Wimper zu zucken.




Wir hatten die Wohnung eigentlich schon verkauft. Dann kam zwei Wochen vor dem Notartermin die Absage, die Bank hat bei ihm nicht mitgespielt. Danach war uns Sicherheit wichtiger als der höchste Preis. Bei Herrn Otto hat dann alles gehalten, was er gesagt hat. Das Angebot kam nach der Besichtigung und blieb, wie es war, nachverhandelt hat keiner. Von unserem ersten Anruf bis zur Beurkundung waren es vier Wochen.
Die Wohnung lief als Kapitalanlage und war irgendwann nur noch Ärger, erst eine Sonderumlage, dann zwei Monate keine Miete. Bei so einer Ankauffirma hatte ich ehrlich gesagt erst ein komisches Gefühl. Herr Otto war einmal da und hat sich die Wohnung mit dem Mieter drin angeschaut. Die Unterlagen hat er dann selbst bei der Verwaltung geholt, Teilungserklärung und Protokolle. Ich musste zum Notartermin nur hingehen.
Die Wohnung unserer Mutter war voll bis unters Dach, vierzig Jahre hatte sich da alles angesammelt. Wir sind drei Geschwister und waren mit dem Nachlass überfordert. Herr Otto hat sie sich einmal angeschaut und uns einen fairen Preis genannt, auf den wir uns schnell geeinigt haben. Danach ging die Abwicklung zügig und rausräumen mussten wir nichts.
Die Wohnung ist von 1978, Bad und Elektrik noch original. Von mehreren Seiten hieß es, ohne ein neues Bad bekomme ich dafür kaum etwas. Die Baustelle wollte ich mir nicht mehr antun. Herr Otto hat sie sich angesehen und dann gesagt, was er zahlt und wie er darauf kommt. Nichts schöngeredet und nichts schlechtgeredet. Am Zustand hat sich bis zur Übergabe nichts geändert.
Der Preis ist die schwerste Aufgabe beim Privatverkauf und Online-Rechner helfen dabei nur bedingt. Sie liefern eine Spanne aus Durchschnittswerten und wissen nichts von Ihrem Dach, Ihrer Heizung und Ihrer Straßenseite.
Besser ist ein Weg über drei Quellen. Erstens der Bodenrichtwert: Den veröffentlicht der Gutachterausschuss Ihrer Gemeinde, er ist öffentlich und kostenlos und sagt Ihnen, was der Grund und Boden wert ist. Zweitens echte Verkaufspreise: Der Gutachterausschuss führt die Kaufpreissammlung mit tatsächlich bezahlten Preisen, nicht mit Wunschpreisen aus Inseraten. Drittens die Angebote in den Portalen, aber nur als grobe Richtung, denn dort steht, was jemand haben möchte, nicht was jemand bezahlt hat.
Wenn viel davon abhängt, etwa bei einer Erbteilung oder einer Scheidung, ist ein Verkehrswertgutachten das Geld wert. Es kostet, hält aber vor Gericht und vor Miterben stand.
Ein Hinweis noch: Zwei bis drei kostenlose Einschätzungen von Maklern einzuholen, ist üblich. Rechnen Sie damit, dass die genannten Zahlen eher hoch liegen, weil jeder den Auftrag will.
Privat verkaufen passt, wenn Sie Zeit haben, das Haus in gefragter Lage steht, die Unterlagen beisammen sind und Sie sich zutrauen, mit Fremden über Geld zu reden. Sie sparen Ihren Anteil an der Courtage, in Baden-Württemberg also rund 1,8 Prozent vom Kaufpreis. Bei 600.000 Euro sind das etwa 10.700 Euro.
Über einen Makler passt, wenn Ihnen die Zeit oder die Lust fehlt, wenn Sie weit weg wohnen, oder wenn das Haus schwer einzuschätzen ist. Ein guter Makler bringt Marktkenntnis, filtert Interessenten vor und hält Ihnen die Termine vom Hals. Ein schlechter stellt es ins Portal und wartet auch nur.
Direkt an einen Käufer, der auf eigene Rechnung kauft, passt, wenn Tempo und Sicherheit vorgehen: bei einem Erbfall, bei einer Scheidung, bei einem Haus mit Sanierungsstau oder wenn ein Verkauf schon einmal geplatzt ist. Kein Inserat, keine Fotos im Netz, keine Provision, ein Termin. Den Höchstpreis, den ein halbes Jahr am freien Markt vielleicht bringt, zahlt dabei niemand. Von dem gehen über einen Makler allerdings insgesamt 7,14 Prozent Courtage weg, die Hälfte von Ihnen und die andere von Ihrem Käufer, dem sie beim Gebot fehlt. Dazu die Nebenkosten aus jedem Monat der Vermarktung und das, was Sie vorher herrichten. Rechnen Sie deshalb nicht die Angebotspreise gegeneinander, sondern das, was am Ende bei Ihnen ankommt.
Das ist der Weg, den wir anbieten und wir sagen offen, wo seine Grenze liegt. Wenn Ihr Haus gepflegt ist und Sie Zeit haben, verkaufen Sie besser über den freien Markt.
Die letzte Frage wird am häufigsten vergessen und verzögert am Ende die Übergabe.
Diese Frage stellen erstaunlich viele und sie hat keine pauschale Antwort. Sie hängt daran, was Sie unterschrieben haben.
Bei einem einfachen Maklerauftrag dürfen Sie in der Regel selbst weiterverkaufen. Bei einem Alleinauftrag verpflichten Sie sich meist, das nicht zu tun und bei einem qualifizierten Alleinauftrag sollen Sie Interessenten sogar an den Makler weiterleiten. Provision kann außerdem fällig werden, wenn der Käufer nachweislich über den Makler auf das Haus gestoßen ist, auch wenn Sie den Vertrag am Ende selbst geschlossen haben.
Prüfen Sie zuerst die Laufzeit. Viele Verträge enden nach sechs Monaten von selbst. Danach lohnt ein Blick eines Anwalts auf den Text, bevor Sie etwas unternehmen. Diese Stunde kostet weniger als eine Provision, die Sie am Ende doppelt zahlen.
In Baden-Württemberg üblich, je zur Hälfte von Käufer und Verkäufer getragen. Die genaue Höhe ist Verhandlungssache.
Fremde im Haus, Termine am Wochenende, Absagen ohne Begründung. Nach ein paar Wochen ist der Reiz raus.
Wer selbst verkauft, kann kaum prüfen, ob die Bank mitspielt. Das merkt man oft erst beim Notar.
Heizung, Fenster, Bad. Wer vor dem Verkauf saniert, legt Geld an, das der Käufer selten voll bezahlt.
Ein Inserat sieht auch die Nachbarschaft. Bei uns gibt es weder Anzeige noch Schild.
Ein Neubau oder ein aufwendig saniertes Haus in guter Lage findet seine Käufer auch über eine Vermarktung, ebenso die Villa oder das Liebhaberobjekt. Wer selbst verkauft, spart zwar die Provision, übernimmt aber Exposé, Besichtigungen, Bonitätsprüfung und Notarabstimmung.
Wenn Sie den Aufwand nicht wollen oder es zügig gehen soll. Wir prüfen einmal vor Ort, nennen einen festen Preis und halten ihn. Es gibt kein Inserat, keine fremden Interessenten im Haus und keine Finanzierung, die im letzten Moment platzt.
Entscheidend ist nicht der Preis im Inserat, sondern was am Ende bei Ihnen ankommt.
Wenn Sie Zeit haben, die Unterlagen beisammen sind und das Haus in gefragter Lage steht, sparen Sie die halbe Courtage und verkaufen gut. Wenn das Haus schwer vermittelbar ist oder es schnell gehen muss, holt ein Makler den Aufwand meist wieder herein.
In Baden-Württemberg sind 3,57 Prozent inklusive Mehrwertsteuer üblich. Beim Verkauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses an eine Privatperson teilen sich Käufer und Verkäufer die Courtage seit Dezember 2020. Auf Sie entfällt also rund die Hälfte.
Grundbuchauszug, Flurkarte, Baupläne, Wohnflächenberechnung, Energieausweis und Nachweise über Sanierungen. Der Energieausweis ist Pflicht und muss spätestens bei der Besichtigung vorliegen.
Im Kaufvertrag wird die Gewährleistung bei Privatverkäufen üblicherweise ausgeschlossen. Dieser Ausschluss gilt aber nicht, wenn Sie einen Mangel kennen und verschweigen. Nennen Sie deshalb jeden bekannten Schaden und lassen Sie ihn in den Vertrag schreiben.
Lassen Sie sich vor der Beurkundung eine Finanzierungsbestätigung der Bank zeigen, keine mündliche Zusage. Der häufigste Grund für geplatzte Verkäufe ist eine Finanzierung, die nie stand.
Das hängt davon ab, was Sie unterschrieben haben. Bei einem Alleinauftrag verpflichten Sie sich in der Regel, nicht selbst zu verkaufen und Provision kann trotzdem fällig werden. Lassen Sie den Vertrag von einem Anwalt ansehen, bevor Sie handeln, das kostet weniger als eine Provision.
Vom Inserat bis zur Beurkundung vergehen häufig mehrere Monate. Der Notartermin selbst ist danach in zwei bis vier Wochen zu haben.
Ja, den Direktverkauf an einen Käufer, der auf eigene Rechnung kauft. Dabei gibt es weder Inserat noch Besichtigungsreigen noch Provision. Dafür zahlt niemand den Höchstpreis, den ein langer Verkaufsprozess vielleicht bringt.
In Stuttgart, Esslingen, Filderstadt, Ludwigsburg, Reutlingen und Schwäbisch Gmünd, dazu im Remstal mit Waiblingen, Fellbach, Schorndorf und Weinstadt.